Was bedeutet niedriger Alkoholgehalt (Low ABV)?
ABV steht für Alcohol By Volume – der Volumenprozentanteil von Alkohol in einem Getränk.
Ein Cocktail mit niedrigem Alkoholgehalt hat einfach weniger Alkohol als ein klassischer Cocktail, der auf hochprozentigen Spirituosen (wie Wodka, Gin, Rum oder Whiskey) basiert. Es gibt keine universelle Grenze, aber in der Praxis werden Cocktails mit niedrigem Alkoholgehalt entweder durch:
die Verwendung von weniger hochprozentigem Alkohol oder
das Mischen des Getränks mit alkoholärmeren Zutaten (anstatt sich auf 40-prozentige Spirituosen zu verlassen)
Das Ziel ist ein Cocktail, der immer noch bewusst und „erwachsen“ schmeckt, nur eben leichter.
Warum sind Cocktails mit niedrigem Alkoholgehalt im Trend?
Niedriger Alkoholgehalt ist Teil einer größeren Verschiebung hin zu bewussterem Trinken – weniger darum, das stärkste Getränk zu bekommen, mehr darum, das Erlebnis zu genießen.
1) Sie sind über längere Zeiträume leichter zu genießen
Cocktails mit niedrigem Alkoholgehalt sind oft „sessionable“. Man kann einen (oder zwei) trinken und sich trotzdem präsent, energiegeladen und gesellig fühlen.
2) Sie sind oft geschmacksintensiver, als man erwarten würde
Wenn der Alkohol nicht die ganze Arbeit leistet, konzentriert sich das Getränk auf:
Säure (Zitrusfrüchte)
Bitterkeit
Kräuternoten
Aroma (Zitruszesten, Bitter, frische Kräuter)
Diese Kombination kann frisch, vielschichtig und sehr „Cocktailbar-artig“ schmecken – ohne stark zu sein.
3) Sie passen wunderbar zu Speisen
Viele leichte Stile fühlen sich leichter und appetitanregender an, was sie perfekt als Aperitif oder zu kleinen Gerichten, Meeresfrüchten, Salaten und mediterranen Aromen macht.
Gängige Low ABV Cocktail-Stile
Low ABV ist kein einzelnes Getränk – es ist eine Art der Zubereitung.
Spritz & Drinks im Aperitif-Stil
Leicht, prickelnd, erfrischend – oft mit einer sanften bittersüßen Note. Einer der einfachsten Einstiege in Low ABV.
Wermut- und Sherry-basierte Cocktails
Diese vermitteln ein echtes Cocktail-Gefühl mit weniger Alkohol. Je nach Stil können sie trocken, kräuterig, leicht nussig oder blumig sein – und sehr speisenfreundlich.
Bittersüße Amaro-fokussierte Drinks
Für alle, die eher „erwachsene“ Aromen lieben: Zitrus, Gewürze, Bitterkräuter, manchmal Karamellnoten – ohne hohen Alkoholgehalt zu benötigen.
Low ABV vs. alkoholfrei
Eine häufige Verwechslung:
Low ABV = enthält Alkohol, aber weniger
No/Zero = alkoholfrei (oder nahezu null, je nach Produkt)
Low ABV ist ein großartiger Mittelweg, wenn man weniger trinken möchte – ohne auf das Cocktail-Erlebnis zu verzichten.
Zutaten, die Low ABV zu Hause einfach machen
Wenn Sie Low ABV Cocktails erkunden möchten, sind dies großartige Grundnahrungsmittel:
Wermut (trocken oder süß)
Sherry (trockene Sorten sorgen für Frische)
Aperitifs (bittersüß, leuchtend)
Amaro (für tiefere Kräuterkomplexität)
Soda oder Tonic (Länge, Aufhellung, Prickeln)
Zitrusfrüchte + Zeste (Balance und Aroma)
Bitter (winzige Tropfen, große Wirkung)
Low ABV Cocktails beweisen, dass „leichter“ nicht langweilig bedeutet. Sie sind oft frischer, aromatischer und speisenfreundlicher – perfekt, wenn Sie ein besonderes Getränk wünschen, das die Nacht (und Ihre Energie) am Laufen hält.




























